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Assad weint Toten und Fliehenden nicht nach

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Assad weint Toten und Fliehenden nicht nach

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Syriens Präsident Baschar al-Assad will seine Unterstützer auf einen langen Kampf einschwören. “Wer ein echter Nationalist ist, der läuft jetzt nicht weg”, sagte er in einem Interview des regimetreuen TV-Senders Al-Dunja.

Pufferzonen für Flüchtlinge in Syrien, wie von der Türkei gefordert, nannte Assad “unrealistisch”.

Baschar al-Assad:

“Die Position der Türkei ist bekannt … der türkische Staat trägt direkt Verantwortung für Syrien, auch für das Blutvergießen. Aber das Verhältnis zur Türkei begann ja auch nicht als Beziehung zu Personen oder der Regierung. Die Geschichte eines gestörten und gespannten Verhältnisses zwischen den beiden Ländern, die geht so seit rund neunzig Jahren.”

Der Kampf gegen die “Terroristen” werde noch eine Weile andauern. Man komme aber voran. Assad scherzte und lachte während der Aufzeichnung und sprach von einer “Säuberung des Staates”.

Assad:

“Manchmal haben wir Informationen über Überläufer und wir diskutierten darüber. Manche wollen, dass wir das beenden. Aber die Antwort ist “nein”, das ist keine gute Lösung. Man sollte sie gehen lassen. Wir stellen in der Regel ihrer Ausreise nichts in den Weg… aber jeder Syrer, der sein Land verlässt, ist Persona non grata.”

Die Einrichtung einer Schutzzone für die Flüchtlinge in Syrien sei “sehr kompliziert”, so Frankreichs Außenminister Laurent Fabius. Dafür sei eine Flugverbotszone nötig, aber ohne militärische Mittel nicht möglich. Frankreich hat derzeit den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat.

Seit März 2011 hat die UNO 17 000 Opfer der Kämpfe in Syrien gezählt.

mit AFP, Reuters