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Carrefour will Schulden und Kosten abbauen

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Carrefour will Schulden und Kosten abbauen

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Der neue Chef der französischen Supermarktkette Carrefour, Georges Plassat, zieht die Sparschrauben an. Wie Plassat ankündigte, müssten Schulden sowie Kosten deutlich reduziert werden. Weitere Stellenstreichungen sind jedoch zumindest vorerst nicht geplant. Vor kurzem hatte Plassat den Abbau von rund 500 Jobs angekündigt.

In drei Jahren will Plassat die Umstrukturierung des Konzerns abgeschlossen haben. Zuletzt büsste Carrefour in Frankreich Marktanteile ein und litt unter dem schwachen Geschäft in Südeuropa: Im ersten Halbjahr ging der Betriebsgewinn um acht Prozent auf knapp 770 Millionen Euro zurück.

Carrefour gehört weltweit zu den wichtigsten Einzelhandelsketten und gilt mit rund 112.000 Mitarbeitern als einer der größten privaten Arbeitgeber in Frankreich. Hier erwirtschaftet der Konzern mehr als 40 Prozent seines Umsatzes. Der zweitwichtigste Markt für den Einzelhandelsriesen ist Brasilien, gefolgt von den Krisenländern Spanien und Italien, wo Carrefour rund 20 Prozent seiner Erlöse erzielt.

“Auch große Einzelhandelskonzerne spüren die Krise”, erläutert Euronews-Korrespondent Giovanni Magi, “vor allem Unternehmen wie Carrefour, die stark auf den von der Rezession geplagten Märkten in Südeuropa engagiert sind. Im Restrukturierungsplan geht es auch um Stellenstreichungen, und das könnte für einen heißen Herbst in Frankreich sorgen.”