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Das arme, reiche Angola wählt

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Das arme, reiche Angola wählt

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Angola wählt zehn Jahre nach dem Ende eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Nach Umfragen dürfte sich die Mehrheit der neun Millionen Wähler heute wieder für den amtierenden José Eduardo dos Santos entscheiden.

Das Land im Südwesten Afrikas ist reich an Öl, die Wirtschaft boomt. Dennoch leben die meisten Angolaner in großer Armut. Die Infrastruktur ist seit dem Bürgerkrieg zerstört, überall sind noch Minen verstreut. Die Hauptstadt Luanda gilt als teuerste Stadt der Welt.

Amtsinhaber dos Santos tritt an mit den Schlagworten “mehr wachsen und besser verteilen.”

José Eduardo dos Santos:

“Wir schließen nicht die Augen vor den Schwierigkeiten des Landes. Wir sind Realisten, pragmatisch und praktisch.”

Das Ansehen Angolas ist verheerend. Miss- und Vetternwirtschaft grassieren, auf Korruptionsrennlisten steht das Land regelmäßig ganz oben.

Oppositionskandidat Isaias Samakuva beklagte schon vor der Wahl Unregelmäßgkeiten, die Omnipräsenz des seit 33 Jahren regierenden dos Santos in den Medien sowieso.

Isaias Samakuva:

“Wir haben Männer und Frauen gesehen, Alte und Junge die sind riesige Strecken zu Fuß gekommen.”

Alle seien scharf gewesen auf Veränderungen.

Bei der letzten Wahl vor vier Jahren hatte die größte Oppositionspartei gerade einmal zehn Prozent geschafft – die regierende MPLA über 80.

Das offizielle Wahlergebnis wird in einigen Tagen erwartet.

mit AFP, Reuters