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Barack Obama war hier und Bertolt Brecht, der deutsche Theaterintendant, Regisseur und Schauspiellehrer Erwin Piscator lebte hier in den 30er Jahren als Emigrant, Michael Jackson wollte unbedingt eine der Lampen kaufen und Wladimir Iljitsch Uljanow Lenin sprach vom Balkon zu den Bolschewiken – jetzt wechselte das Metropol Hotel in Moskau den Besitzer. Für mehr als 220 Millionen Euro erwarb Aleksandr Klyachin, Eigentümer von Azimut Hotel und der Metropol-Betreiberfirma, das Traditionshaus von der Stadt Moskau.

Nun hoffen die Mitarbeiter, dass die neuen Besitzer die 362 Zimmer des Fünfsterne-Hotels erst einmal durchrenovieren. Immerhin ist das Metropol seit mehr als hundert Jahren in Betrieb.

Tatjana Tikova, Beraterin Colliers International:

“Wenn man sieht, wie das im Ausland läuft oder anderen Städten – da sind ähnliche Schmuckstücke aus dem historischen Erbe in Privatbesitz. Mir scheint, nur privates Kapital hat genug Mittel, um das Hotel in Schuss zu halten.”

An illustren Vorbesitzern und -benutzern ist kein Mangel: Nach der russischen Revolution aquirierten die Bolschewiken die Luxusbleibe, als die Regierung von St. Petersburg nach Moskau zog.

Und während des Zweiten Welkriegs logierte hier die Auslandspresse.

Der Hauch der Geschichte weht weiter durch die Räume: Das Metropol bleibt wie es ist, der Investor hat nur die Mauern gekauft. Möbel und Kunst bleiben Eigentum der Stadt Moskau. Nur die wertvollsten Stücke sollen ins Museum.

Übrigens: Die Nacht im Metropol ist ab 325 Euro zu haben.

Wer das Siebenfache hinlegt, kann in der Präsidentensuite ruhen – auf denselben Kissen wie Michael Jackson und die Kommunisten Kim Jong-il und Hu Jintao.

mit AP, ANSA

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