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Mostra, die alte Filmdame mit neuem Gewand

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Mostra, die alte Filmdame mit neuem Gewand

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Und wieder heißt es Film ab in der Stadt der Gondeln. Die Mostra de Venezia, das älteste Filmfestival der Welt, feiert ihr 80-jähriges Bestehen. Wegen einiger Unterbrechungen in den Anfangsjahren ist es zwar erst die 69. Ausgabe, dafür mit Stars, hochkarätiger Jury und einem anspruchsvollen Wettbewerb.

Achtzehn Beiträge kämpfen um den Goldenen Löwen, ausgewählt von Alberto Barbera, der nach dem Fortgang von Marco Müller die Leitung der Mostra übernommen hat. Bereits von 1999 bis 2001 hatte er diesen Posten inne. Seine Auswahl glänzt mit großen Zugpferden wie Brian de Palma, Terrence Malick und Takeshi Kitano, sowie starker italienischer und französischer Präsenz. Ebenfalls im Wettbewerb vertreten ist der Amerikaner Paul Thomas Anderson mit seinem neuen Streifen “The Master”. Philip Seymour Hoffman spielt einen charismatischen Sektenführer und Joaquin Phoenix seinen zunächst folgsamen Schüler. Den unheimlichen Absturz junger College-Studentinnen inszeniert der US-Streifen “Spring Breakers” von Harmony Korine, unter anderem mit Vanessa Hudgens und Popsternchen Selena Gomez.

Eröffnet wurde das Festival mit dem Film “The Reluctant Fundamentalist” der indischen Regisseurin Mira Nair, der in Venedig außer Konkurrenz läuft. Das Drama erzählt von einem jungen Pakistani , der in den USA lebt und von einer großen Karriere träumt. Doch nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 fühlt er sich immer stärker ausgegrenzt, sucht nach seinen Wurzeln und wird von radikalen Strömungen angezogen. Kate Hudson und Liev Schreiber gehören zum Cast.

Die Filme im Wettbewerb um den Goldenen Löwen:

- “Après Mai (Something in the Air)” von Olivier Assayas (Frankreich)

- “At Any Price” von Ramin Bahrani (USA)

- “Bella Addormentata” von Marco Bellocchio (Italien, Frankreich)

- “La cinquième saison” von Peter Brosens und Jessica Woodworth (Belgien, Niederlande, Frankreich)

- “Lemale Et Ha’Chalal (Fill the Void)” von Rama Burshtein (Israel)

- “È stato il figlio” von Daniele Ciprý (Italien)

- “Un giorno speciale” von Francesca Comencini (Italien)

- “Passion” von Brian De Palma (Frankreich, Deutschland)

- “Superstar” von Xavier Giannoli (Frankreich, Belgien)

- “Pieta” von Kim Ki-duk (Südkorea)

- “Outrage Beyond” von Takeshi Kitano (Japan)

- “Spring Breakers” von Harmony Korine (USA)

- “The Master” von Paul Thomas Anderson (USA)

- “To the Wonder” von Terrence Malick (USA)

- “Sinapupunan (Thy Womb)” von Brillante Mendoza (Philipinen)

- “Linhas de Wellington” von Valeria Sarmiento (Portugal, Frankreich)

- “Paradies: Glaube (Paradise: Faith)” von Ulrich Seidl (Österreich, Frankreich, Deutschland)

- “Izmena (Betrayal)” von Kirill Serebrennikow (Russland)