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Mursi stößt Assad vor den Kopf

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Mursi stößt Assad vor den Kopf

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Eklat auf dem Treffen der Blockfreien Staaten in Teheran: Zur Eröffnung hat sich Ägyptens Präsident Mohammed Mursi demonstrativ hinter die syrische Bevölkerung gestellt – zum Ärger der syrischen Delegation.

Teheran ist ein enger Verbündeter von Damaskus. So blendete das iranische Fernsehen Mursi während der Rede aus.

Es ist eine moralische Verpflichtung, dem syrischen Volk gegen ein Unterdrücker-Regime beizustehen, das jeden Machtanspruch verloren hat, forderte der ägyptische Präsident. Das ist politisch und strategisch notwendig, denn wir glauben an ein neues unabhängiges Syrien. Wir sollten all jene voll unterstützen, die sich für Frieden und Freiheit in Syrien einsetzen, erklärte Mursi weiter.

Seine Worte veranlassten die syrische Delegation dazu, den Saal zu verlassen. Der syrische Außenminister Walid Mouallem warf Mursi später vor, ein neues Blutbad zu provozieren. Den Kämpfen in Syrien sollen bisher etwa 25.000 Menschen zum Opfer gefallen sein. Sie begannen wie auch in Ägypten als friedliche Proteste für mehr Demokratie.