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Teure Oligarchen-Schmutzwäsche vor Londoner Gericht

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Teure Oligarchen-Schmutzwäsche vor Londoner Gericht

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Dallas und Denver-Clan auf russisch: Vor einem Londoner Gericht hat ein superreicher Russe – Boris Beresowski – gegen einen noch reicheren verloren – Roman Abramowitsch. Knapp sechs Milliarden Dollar wollte Beresowski von Abramowitsch. Er war im Jahr 2000 beim Kreml in Ungnade gefallen und nach Großbritannien geflüchtet – da soll ihn Abramowitsch um seine Anteile an der Erdölfirma Sibneft gebracht haben.

Boris Beresowski:

“Ich bin platt, was da heute passiert ist. Und erstaunt, dass …. wie gesagt – meine Position ist sehr einfach, mein Verständnis der Dinge ist sehr einfach. Alles Lüge, was Abramowitsch dem Gericht vorgelegt hat. Alles. Das beginnt mit der Tatsache, dass wir keine Partner gewesen sein sollen. Das weiß doch die ganze Geschäftswelt besser, alle.”

Der Prozess der Milliardäre hatte letztes Jahr vier Monate vor dem High Court beansprucht. Dabei behauptete Beresowski, er sei von Abramowitsch genötigt worden, seine Anteile an Sibneft weit unter Wert zu verkaufen. Abramowitsch bestritt, dass sein damaliger Freund und Partner je Geschäftsanteile besessen habe. Er sei sein Pate gewesen, der sich für Protektion bezahlen ließ.

Als Abramowitsch Beresowski vor zwei Jahrzehnten traf, war der der mächtigste Tycoon in Russland, mit guten Beziehungen zu Boris Jelzin.

Abramowitsch galt dann als der wichtigste Oligarch im Umfeld von Präsident Wladimir Putin, Beresowski war out.

Der Prozess soll bis zu 180 Millionen Euro gekostet haben.

mit Reuters, AFP