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Hungerstreik gegen verordneten Patriotismus

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Hungerstreik gegen verordneten Patriotismus

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Aus Protest gegen chinesische Patriotismuskurse sind drei Hongkonger Schüler drei Tage lang in Hungerstreik getreten. Die Patriotismuskurse sollen mit diesem Schuljahr auf freiwilliger Basis starten und binnen vier Jahren Pflicht werden. Die Kritiker in der einstigen britischen Kolonie und heutigen Sonderverwaltungszone der Volksrepublik argwöhnen Gehirnwäsche.

“Uns ist klargeworden, dass das eine politische Mission ist. Wir hatten keine andere Gegenwehr, wir sahen keinen Ausweg. Also waren wir gezwungen, etwas Massiveres zu machen und alles zu tun, was wir können – besetzen und Hungerstreik”, erzählt einer der protestierenden Schüler. “Hongkongs Zukunft liegt in unseren Händen. Wenn wir keine düstere Zukunft für Hongkong wollen, müssen wir es beschützen. Das ist nicht nur die Verantwortung der Erwachsenen, sondern aller Hongkonger, auch von uns Schülern”, zeigt sich ein anderer auf seine Weise sehr patriotisch.

Während die Regierung das neue Fach als identitätsstiftende Staatsbürgerkunde darstellt, vermissen die Gegner im Curriculum die Erwähnung des Tiananmen-Massakers und der Gräuel während Maos Kulturrevolution.