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Die Abrechnung des Kardinal Carlo Martini

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Die Abrechnung des Kardinal Carlo Martini

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Kurz vor seinem Tod hat Carlo Maria Martini, der frühere Erzbischof von Mailand, mit der katholischen Kirche abgerechnet.

In seinem letzten Interview rief der Kardinal zum Umdenken auf. Die katholischen Bräuche seien aufgeblasen und die Kirchen groß und leer.

Martini starb im Alter von 85 Jahren. Tausende Menschen pilgerten zum Mailänder Dom, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Im Interview mit der italienischen Zeitung “Corriere della Sera” kritisierte er, die katholische Kirche agiere noch wie vor 200 Jahren.

Der als Reformer bekannte Geistliche sorgte bereits 2008 für Schlagzeilen, als er öffentlich das Verbot der Empfängnisverhütung kritisierte. Er rief die Kirche auch dazu auf, ihre Haltung gegenüber Geschiedenen zu ändern, sie werde sonst künftige Generationen verlieren.

Papst Benedikt XVI. hat bislang zu Martinis Aufruf nicht Stellung genommen.