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Jüdische Siedlung im Westjordanland geräumt

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Jüdische Siedlung im Westjordanland geräumt

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Erneut ist eine jüdische Siedlung im palästinensischen Westjordanland geräumt worden. Israels Oberstes Gericht hatte die Räumung von Migron angeordnet, weil es illegal auf palästinensischem Privatland entstanden war.

Die Siedler verließen Migron friedlich; hier lebten rund fünfzig Familien. Einige Jugendliche versuchten aber von einem Hausdach aus, die Räumung zu stören. Die Regierung hat den Siedlern neue Unterkünfte in der Nähe angeboten.

Migron gehörte sogar nach israelischer Ansicht zu den illegalen Siedlungen, den so genannten Vorposten. Diese Vorposten werden von strenggläubigen Juden errichtet, um damit ihren Anspruch auf das Land zu zementieren.

Daneben gibt es die offiziellen Siedlungen, die oft aber mittlere Städte sind. Sie sind nach israelischer Lesart erlaubt; rund dreihunderttausend Juden leben
auf diese Weise auf Palästinensergebiet.

Völkerrechtlich sind aber auch diese Siedlungen illegal, weil sie auf besetztem Gebiet liegen. Der Streit um die Siedlungen gehört zu den Punkten, die
jedes Friedensgespräch zuverlässig scheitern lassen.