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Nächste Runde im japanisch-chinesischen Inselstreit

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Nächste Runde im japanisch-chinesischen Inselstreit

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Diesmal sind es 25 japanische Landvermesser, die sich zur unbewohnten Inselgruppe im ostchinesischen Meer aufmachen. Natürlich mit entsprechender Medienbegleitung. Der Gouverneur von Tokio hat die Idee geäußert, die von Japan kontrollierten Inseln von ihrem privaten Besitzer zu kaufen und die Landvermesser mit einschlägigen Vorarbeiten beauftragt. Deren Teamchef Seiichiro Sakamaki erklärt etwas weitschweifig, sie seien die Vorhut für des Politikers Idee. Sie sollen das Areal vermessen und dabei herausfinden, wozu man es nutzen, was man hier bauen könnte.
Die chinesische Reaktion kommt promt.
Die Sprecherin im Pekinger Staatsfernsehen verkündet, das Außenministerium der Volksrepublik verurteile diese Vermessungsaktion als vermessen und illegal. Es geht um eine unbewohnte Inselkette im ostchinesischen Merr. Japanisch heissen die Inseln Senkaku, chineschi Diaoyu. Hintergrund des Streits sind größere Fischbestände und vermutete Öl- und Gasvorkommen. Am 19. August waren schon einmal zehn japanische Aktivisten dort gelandet und hatten nach klassischer Eroberermanier ihre Fahne aufgepflanzt.
Auch hier folgte die Reaktion prompt.
In mehreren chinesischen Städten tönten anti-japanische Losungen durch die Straßen und gelegentlich wurden die aufgebrachten Chinesen auch handgreiflich, wenn sie etwas japanisches zu fassen bekamen – wie hier ein Polizeiauto.