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Sardische Kumpel brechen Protest unter Tage ab

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Sardische Kumpel brechen Protest unter Tage ab

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Die Kohlebergleute auf Sardinien haben ihren Protest beendet. Sie hatten eine Woche lang mit 400 Kilo Sprengstoff unter Tage ausgeharrt, um gegen die Schließung des einzigen Kohlebergwerks Italiens zu protestieren. Weitere Demonstrationen für die Erhaltung des Bergwerks sind geplant.

Die Bergleute wollen erreichen, dass die Regierung in Rom 200 Millionen Euro für den Bergbausektor freigibt. Mit dem Geld soll das Bergwerk Carbosulcis in eine unterirdische Lagerstätte für das Treibhausgas Kohlendioxid umgebaut werden. Das Bergwerk steht unter 100-prozentiger Kontrolle der sardischen Landesregierung. Diese müsse über die Zukunft des Bergwerks entscheiden, die Regierung könne jedoch Lösungen zugunsten der Bergleute vorschlagen, sagte Vize-Infrastrukturminister Claudio De Vincenti. Der Präsident der Region Sardinien Ugo Cappellacci will auch mit dem für Industriepolitik zuständigen EU-Kommissar Antonio Tajani die Frage der Zukunft des Bergwerks diskutieren.