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Auch nach der Sommerpause: Top-Thema Euro

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Auch nach der Sommerpause: Top-Thema Euro

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Wie kommt der Euro aus den Schlagzeilen? Das Thema beherrscht in dieser Woche Politik und Finanzmärkte.

Zum Auftakt hat die Ratingagentur Moody’s den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der EU von “stabil” auf “negativ” gesenkt. Damit droht die Herabstufung der Bestnote dreifach A.

Begründung: Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande seien schon unter Beobachtung – sie machten einen wesentlichen Teil des EU-Budgets aus.

Europas Politmanager reagieren mit vielen Flugmeilen: Frankreichs Staatspräsident François Hollande ist heute in Rom bei Regierungschef Mario Monti. Gleichzeitig spricht EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy in Berlin mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, danach sind Hollande und der griechischen Regierungschef Antonis Samaras dran. Merkel ihrerseits bricht auf zu Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy und fliegt dann nach Wien.

Dazwischen Grundsätzliches: Man könne nicht zulassen, dass die Märkte die Früchte menschlicher Arbeit zerstörten, so Merkel nach Medienberichten. Sie dienten den Menschen nicht. Das Gegenmittel: Reformen.

“Da müssen wir sagen, ihr müsst Veränderungen vornehmen. Das wissen wir aus Deutschland, das es nur so besser wird. Es reicht nicht, einfach immer so weitermachen.”

Die Märkte interessiert aber bis zur Ratssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag nur eine Frage: Was macht Draghi?

EZB-Präsident Mario Draghi schließt nicht aus, kurzfristig Staatsanleihen von klammen Staaten aufzukaufen. Was in der EU umstritten ist.

Bis zur nächsten Euro-Schlagzeile.

mit Reuters, ANSA, dpa