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Risse im Gebälk des Plenarsaals in Brüssel

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Risse im Gebälk des Plenarsaals in Brüssel

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Die Türen des Plenarsaals des Europaparlaments in Brüssel bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Ursache sind Risse im Gebälk. Drei von 21 Balken des zentralen Gebäudes weisen Schäden auf. Im Sommer 2008 hatten sich Teile der Deckenverkleidung im Straßburger Plenarsaal gelöst und waren ins Plenum gestürzt. Niemand kam zu Schaden. Den geltenden Regeln zufolge, sollte das Parlament in Straßburg tagen, so die französische Abgeordnete Michèle Striffler. Der Schaden in Brüssel gibt der Debatte neue Nahrung, ob nicht endlich eine Entscheidung über einen einzigen Standort fallen sollte. “Zwei Dächer zu reparieren, ist teurer als nur eines wiederherzustellen”, meint der britische Abgeordnete Edward MacMillan-Scott. “Die Reparaturen in Straßburg waren sehr teuer. Das Gebäude ist nicht gut.” 70 Prozent der Abgeordneten sprachen sich zuletzt für Brüssel aus. Ausnahme: Die französischen Parlamentarier. Auch sind die Kosten für den Pendelverkehr zwischen Brüssel und Straßburg hoch. “Man kann sich kaum vorstellen, dass in irgendeinem Land der Welt das Parlament zwei Tagungsorte hat und dass der Steuerzahler damit einverstanden ist”, fügt unsere Korrespondentin Natalja Richardson-Vikulina hinzu.