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Vier britische Christen klagen gegen Diskriminierung

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Vier britische Christen klagen gegen Diskriminierung

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Vier britische Christen haben vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof ihren Staat wegen religiöser Diskriminierung verklagt. Die vier fühlten sich von ihren Arbeitgebern an der Ausübung ihrer Religion gehindert. Die britische Justiz hatte ihre Klagen im Jahr 2010 abgelehnt.

Eine British-Airways-Mitarbeiterin und eine Krankenschwester hatten bei der Arbeit Halsketten mit Kreuzen getragen – was die Arbeitgeber verboten. Von einem Kreuz um den Hals stehe aber nichts in der Bibel, so die angerufenen britischen Gerichte.

Zwei Katholiken lehnten Homosexualität ab und hatten deswegen am Arbeitsplatz Ärger – bis hin zur Kündigung. So hatte sich eine Mitarbeiterin eines Standesamtes geweigert, gleichgeschlechtliche Partnerschaften einzutragen; ein Sexualtherapeut lehnte es ab, mit homosexuellen Paaren zu arbeiten.

James Eadie, Anwalt der britischen Regierung:

“Das Recht schützt die Religionsausübung außerhalb des Berufslebens. Das heißt aber nicht, dass man am Arbeitsplatz darauf bestehen kann, seinen Glauben nach außen zu kehren, wie es einem beliebt.”

Seine Mandantin habe bei British Airways mit anderen gearbeitet, die hätten Sikh-Turbane und -Armreifen angehabt, islamische Schleier oder jüdische Kipas,” so James Dingemans, Anwalt von Nadia Eweida, einer der Kreuzträgerinnen. Sie aber sei nach Hause geschickt worden und fühle sich diskriminiert.

Der Richterspruch aus Straßburg wird in einigen Wochen erwartet.

mit Reuters, KNA