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Wie weiter mit dem Euro?

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Wie weiter mit dem Euro?

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Frankreich und Italien wollen Europa gemeinsam zurückführen, auf den Weg zu Wachstum und Stabilität.

Entsprechend äußerten sich Frankreichs Präsident François Hollande und Italiens Regierungschef Mario Monti nach einem Treffen in Rom.

Mario Monti:“Wir machen jetzt unsere Hausaufgaben. Unser Land macht dabei durchaus Fortschritte, besonders bezüglich der Strukturreformen in der Wirtschaft, das muss auch von der EU anerkannt werden. Wir müssen von den unterschiedlichen Zinssätzen innerhalb der Eurozone für Staatsanleihen wegkommen.”

François Hollande:“Wir haben das gleiche Anliegen: Wachstum und Stabilität. Wir haben den gleichen Wunsch, Europa auf dem Weg der Integration und Solidarität voran zu bringen. Die Europäer sollten wissen, dass wir alles für dieses Ziel geben werden.”

Beide, Hollande wie Monti, sind gegen eine Fortsetzung der – besonders von Deutschland verfochtenen – rigiden Sparpolitik. Außerdem wollen sie Athen unter allen Umständen im Euro halten.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy musste diesbezüglich jedoch in Berlin bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel zur Kenntnis nehmen, das Deutschland weitere Hilfen vom Bericht der Troika abhängig machen will.

Und so wartet vorerst alles auf die EZB-Ratssitzung am Donnerstag: ob EZB-Chef Draghi dann ein weiteres Öffnen der Geldschleusen verkünden wird, oder nicht. Eine Neuauflage des Aufkaufprogramms kurzlaufender Staatsanleihen gilt Experten aber als sehr wahrscheinlich.