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Deutschland überholt USA

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Deutschland überholt USA

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Weil die USA an Konkurrenzkraft eingebüßt haben,
steht die deutsche Volkswirtschaft auf dem globalen Wettbewerbsindex erstmals vor der amerikanischen.

Deutschland hält sich im Wettbewerbs-Ranking des
Weltwirtschaftsforums (WEF) auf Platz sechs, während die USA vom fünften auf den siebten Rang abrutschten.

Deutschland bescheinigen die WEF-Experten eine hohe Flexibilität und Innovationskraft seiner Wirtschaft sowie eine ausgezeichnete
Infrastruktur.

Auf den hintersten Plätzen lagen der Studie zufolge, Spanien, Italien, Portugal und auf einem der letzten Plätze: Griechenland.

Die Bewertungen von insgesamt 144 Ländern erfolgte nach zwölf Kriterien – darunter die staatlichen Rahmenbedingungen für die
Wirtschaft, der Entwicklungsstand der Finanzmärkte und die Infrastruktur. Untersucht wurden auch das Gesundheits- und Bildungssystem sowie das Ausmaß der Kriminalität in den einzelnen Staaten.

Probleme sehen die WEF-Experten auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dabei wird bemängelt, dass “fehlende Flexibilität bei der Bestimmung der Löhne sowie hohe Kosten bei Entlassungen die Schaffung neuer Jobs behindern”. Bei der Arbeitsmarkt-Bewertung erreichte Deutschland daher nur Rang 119, was die Gesamtplatzierung negativ beeinflusste.

Pluspunkte gab es hingegen für das hohe Niveau und die Praxisorientierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Die deutsche Wirtschaft, lobt die WEF-Studie, sei “sehr weit fortgeschritten, insbesondere in den Produktionsprozessen und bei den Vertriebssystemen, und Deutschlands Unternehmen gehören zu den innovativsten der Welt”. Hinsichtlich der Investitionen in Forschung
und Entwicklung sehen die WEF-Experten Deutschland weltweit auf Rang vier, bei der Innovationskraft sogar Rang drei.