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Frankreich: EU wirbt für umsichtigere Roma-Politik

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Frankreich: EU wirbt für umsichtigere Roma-Politik

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Die EU setzt sich in Frankreich erneut für eine umsichtigere Politik gegenüber den Roma ein. Die europäische Justizkommissarin sprach sich bei einem Besuch besonders dafür aus, sich mehr um die Roma-Kinder zu kümmern.

Wenn man diesen Kindern keine Bildung und keine Arbeit verschaffe, habe man erneut eine verlorene Generation, sagt Viviane Reding. Außerdem müsse man dafür sorgen, dass es keine illegalen Siedlungen mehr gebe und diese Menschen normale Unterkünfte bekämen.

Die Mädchen dürften nicht mehr mit zwölf Kinder bekommen, so Reding weiter, und Kinder müssten normal zur Schule gehen. So würden sie später arbeiten und seien von Nutzen für die Gesellschaft.

Frankreichs Regierung hat in den letzten Wochen wieder etliche Siedlungen der Roma räumen lassen und Bewohner ausgewiesen. Derartige Räumungen
hatten vor zwei Jahren schon für einen heftigen Streit zwischen Frankreich und der EU gesorgt. Die EU-Kommission sieht durch die Ausweisungen das Recht auf Personenfreizügigkeit innerhalb der Union in Gefahr.