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Gazprom weist Brüsseler Vorwürfe zurück

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Gazprom weist Brüsseler Vorwürfe zurück

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Der russische Gasriese Gazprom hat Vorwürfe aus Brüssel zurückgewiesen, wonach die Preise für Gaslieferungen nach Europa überzogen seien. Gazprom halte sich an internationales Recht und die Gepflogenheiten des EU-Marktes, hieß es aus der Konzernzentrale in Moskau. Die EU-Kommission hat ein Kartellverfahren gegen den Gasriesen eröffnet, dem nun hohe Geldstrafen drohen könnten. Gazprom und Russland hätten bereits mit der jüngsten Gaskrise zwischen der Ukraine und Russland einen hohen Verlust ihres Ansehens erlitten, meint Christian Egenhofer vom Brüsseler Zentrum für Europäische Politikstudien. Gazprom habe sich selbst ein Bein gestellt, das Ansehen des Konzerns sei nicht mehr, was es war. Der Vorwurf der Wettbewerbshüter in Brüssel lautet, Gazprom habe Märkte abgeschottet, die Konkurrenz benachteiligt und die Preise künstlich hoch getrieben. Der Staatskonzern gilt als außenpolitische Waffe Moskaus.