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Michelle Obama, die First Lady, in der sich Amerikanerinnen wiederfinden

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Michelle Obama, die First Lady, in der sich Amerikanerinnen wiederfinden

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Würde es heissen:“Michelle for First Lady”, man brauchte sich um ihre Wiederwahl wohl kaum Sorgen zu machen. Sie trifft den Ton, um Amerikaner zu begeistern. Auch mit ihrer öffentlichen Liebeserklärung beim Nominierungsparteitag der Demokraten, bevor ihr Mann zum Präsidentschaftskanfdidaten erklärt wird. “Lasst mich heute sagen, ich liebe meinen Mann noch mehr als vor vier Jahren, sogar noch mehr als vor 23 Jahren. Ich sage euch warum. Weil er nie vergessen hat, wo er herkommt. Weil wir darauf vertrauen können, dass Barack tut was er sagt, auch wenn es hart wird, besonders dann!”
Dabei hatte sie es zu Beginn nicht leicht.

Hatte doch die letzte demokratische First Lady, Hillary Clinton, für den amerikanischen Geschmack oft zuviel des Guten getan. Michelle Obama, die erfolgreiche Anwältin, lernte schnell, wann wieviel Klugheit und wann besser mehr weibliches Einfühlungsvermögen zu zeigen war. Die First Lady nicht abgehoben sondern die Mutter und Hausfrau von nebenan. Dabei darf sie dann ruhig ein paar neue Ideen einbringen zum Beispiel für gesunde Lebensmittel, sich mal sportlich, mal zupackend zeigen. So finden ihre Landsleute sie “normal”, ohne dass sie dieses Wort benutzen muss.
Eine normale Mutter, die sich um eine möglichst störungsfreie Kindheit für ihre Töchter sorgt.

In einem Land, in dem Privates und dabei vor allem die Familie eine so große Rolle spielt bei der Präsidentenwahl, hat sie der reichen Konkurrentin Ann Romney entscheidende Sympathiepunkte voraus. Diese First Lady strahlt eine in sich selbst ruhende Sicherheit aus, auch in für sie außergewöhnlichen Situationen wie etwa beim Staatsbesuch bei der Queen in London. In dieser Präsidentengattin können sich Amerikanerinnen wiederfinden.