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Schießerei bei Wahlparty in Quebec

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Schießerei bei Wahlparty in Quebec

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Ein bewaffneter Mann hat in Kanada bei einer Wahlsiegfeier der Separatisten das Feuer auf die Besucher eröffnet. Dabei wurde ein Mann getötet, eine weiterer schwer verletzt. “Die Englischsprachigen erwachen!”, schrie er bei
seiner Festnahme in schlechtem Französisch. Ehe der etwa 50 Jahre alte Täter vor der Konzerthalle von Montreal gefasst werden konnte, legte er am Hintereingang Feuer. Die Tat in der französischsprachigen Provinz Quebec ereignete sich während der Dankesrede von Spitzenkandidatin Pauline Marois. Sie blieb aber unverletzt. Ihre Leibwächter zogen sie von der Bühne.
Ob die Tat politisch motiviert war, ist bislang
nicht bekannt. Später kehrte Marois auf die Bühne zurück und forderte die Anwesenden auf, das Gebäude zu verlassen. Die 63jährige Politikerin löst den Liberalen Jean Charest ab, der Quebec seit 2003 regiert. Sie plädiert für die Unabhängigkeit Quebecs, der einzigen der zehn kandischen Provinzen, in der nicht Englisch sondern Franösisch die Hauptsprache ist. Die Provinz ist fast dreimal so groß wie Frankreich.