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Tote Familie in Ostfrankreich - was geschah auf dem Waldparkplatz? 

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Tote Familie in Ostfrankreich - was geschah auf dem Waldparkplatz? 

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“Wir wissen nicht, warum diese Menschen sterben mussten” – sagte der untersuchende Staatsanwalt Eric Maillaud. Genauer wissen nur zwei Kinder, wie vier Menschen auf einem Waldparkplatz in der Nähe der ostfranzösischen Stadt Annecy zu Tode kamen.
 
Ein Radfahrer hatte sie gefunden – vier Erwachsene erschossen, ein etwa siebenjähriges Mädchen schwerverletzt. Stunden später fand die Polizei dessen etwa vierjährige Schwester im Auto bei drei der Toten – unverletzt.  
 
Die vierköpfige Familie, vermutlich aus der Nähe von London, war im französischen Voralpenland samt Großmutter auf Campingurlaub, der vierte Tote ist ein Radfahrer aus der Gegend.
 
Das ältere Mädchen sei noch nicht in der Lage zur Aufklärung beizutragen, sagte der Staatsanwalt. Es lag wie der erschossene Radfahrer neben dem britischen Auto, in dem die drei anderen Toten entdeckt wurden. Daneben mindestens 15 Patronenhülsen.
 
 
Staatsanwaltschaft Eric Maillaud:
 
“Der Zustand der Kindes verbessert sich, jetzt gerade, während ich rede, ganz, ganz langsam. Es muss nochmal operiert werden und wurde dafür in ein künstliches Koma versetzt. Offenbar hat es eine Reihe von Schlägen abbekommen, Schädelbrüche, extrem gewalttätige Schädelprellungen und vor allem eine Schusswunde an der Schulter. “
  
Der getötete Familienvater ist nach Medienberichten ein in Großbritannien eingebürgerter Iraker, die Großmutter hatte die schwedische Staatsangehörigkeit.
 
Die Kopfschüsse haben das Voralpen-Idyll bis auf Weiteres zerstört.
 
 
Campingurlauber Guillamet:
 
“Damit zieht hier Kälte ein, kein Zweifel. Klar, die Leute auf dem Zeltplatz sind erschüttert, sie diskutieren. Die Ferienstimmung wird da schon etwas gedrückt, es geht schießlich auch um Kinder.”
  
 
In Frankreich wird vor allem diskutiert, warum die kleinere Überlebende erst nach acht Stunden entdeckt wurde.
  
 
 
Mit dpa, AFP