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US-Demokraten: "Yes, we can" trifft auf "it's the economy, stupid"

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US-Demokraten: "Yes, we can" trifft auf "it's the economy, stupid"

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Der Ex hat nichts verlernt. Bill Clinton, lange auf Distanz zu seinem Amtsnachfolger als demokratischer US-Präsident, geht auf in seiner Rolle als Wahlkampfhelfer für Barack Obama. Eigentlich rannten die beiden offene Türen ein auf dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten. Aber es ging schießlich auch darum, dass Millionen
Fernseher-Zuschauer am 6. November für eine zweite Amtszeit für Obama votieren. Zuletzt hatte Mitt Romney von den Republikanern in den Umfragen so gut wie gleichgezogen.

Und Clinton zitierte sein eigenes Erfolgsrezept, mit dem er vor zwei Jahrzehnten George (Herbert Walker) Bush senior abgesägt hatte: “It’s the economy, stupid” – “die Wirtschaft macht’s, Dussel.”

Clinton über Obama: “Er hat eine stark angeschlagene Wirtschaft geerbt. Er hat ein Fundament unter dem Scherbenhaufen errichtet. Er hat den beschwerlichen Weg zur Besserung eingeschlagen und das Fundament gelegt für eine moderne und ausgeglichenere Wirtschaft. Sind wir dort, wo wir hinwollen? Nein. Ist der Präsident zufrieden? Natürlich nicht. Geht es uns besser, seit er im Amt ist?”

Der Saal: “Yeah!”

Formell ist Barack Obama bereits Kandidat für seine eigene Nachfolge. Jetzt wartet alles auf seine große Abschlussrede, die überraschend vom Stadion in den Saal verlegt wurde. “Zuwenig Jubler,” ätzt die Konkurrenz. “Gewitterwarnung” sagt Obamas Wahlkampfzentrale.

Letzten Endes dürfte nicht taktisches Geplänkel über den Ausgang der Wahl entscheiden, sondern
Clintons sprichwörtlicher Dauerbrenner: “Die Wirtschaft macht’s.”

Euronews Korrespondent Stefan Grobe vom Parteitag:

“Die Demokraten in Charlotte sind Feuer und Flamme. Sie hoffen, dass der Parteitag ihrem Präsidenten wichtige Punkte bringt. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt von den neusten Arbeitslosenzahlen am Freitag ab.”

Mit AFP, Reuters, dpa