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Mit Clustern die Krise überwinden

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Mit Clustern die Krise überwinden

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Es ist das fünfte Jahr der Depression für die griechische Wirtschaft. Von den verheerenden Auswirkungen der Krise wird viel gesprochen, aber “Business Planet” geht anders an die Sache heran – zusammen mit griechischen Unternehmern, die sich in Clustern zusammenfinden, um in Spitzentechnologien zu investieren. Kurz gesagt, die versuchen, die Krise zu meistern.

Nördlich von Athen steht ein riesiges Feld von Sonnenkollektoren. Das Überwachungssystem dafür wurde von der Firma von Vassilis Nellas installiert. Ein Unternehmen, das im Jahr 2000 mit 10 Mitarbeitern anfing und heute 50 Leute beschäftigt. Trotz der Krise hat sich in den vergangenen zwei Jahren der Umsatz verdoppelt und der Export vervierfacht. Das Unternehmen mit einer Niederlassung in San Francisco ist Teil des ersten auf Mikroelektronik spezialisierten Clusters in Griechenland.

Vassilis Nellas, Direktor von “Inaccess”: “Durch das Cluster haben wir die Möglichkeit, unsere Kontroll- und Monitoring-Lösungen zu fördern und zu verbessern. Wir bekamen Zugang zu diversen Hilfen wie Patenten, IPR-Management, Marketing, Produktmanagement und solchen Sachen.”

Das Cluster hat seinen Sitz in Athen. Es wurde 2008 von der Non-Profit-Organisation “Corallia” gegründet, die 40 Millionen Euro über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung erhielt. Die ersten Ergebnisse lassen sich sehen, sie zeigen einen Anstieg des Gesamtumsatzes von fast 270%.

Professor Vassilios Makios, Generaldirektor von “Corallia”: “Ein Cluster ist ein sehr gutes Werkzeug, es ist ein geeignetes Werkzeug, um Elend, um die Rezession zu bekämpfen. Die Investoren kommen aus dem Ausland, aus Europa, aus Israel, aus Amerika. Sie arbeiten mit unseren Leuten hier zusammen. Menschen aus verschiedenen Unternehmen können zusammenarbeiten und ein neues Produkt kreieren. Und dieser Zusammenschluss kann Skaleneffekte bringen, sprich die Produktionskosten senken.”

Zwei andere Cluster, spezialisiert auf Computerspiele und Raumfahrttechnik, wurden ebenfalls hier entwickelt. Insgesamt sind mehr als 130 Unternehmen auf diese Weise miteinander verbunden.

Professor Vassilios Makios, Generaldirektor von “Corallia”: “Das ist ein hoher Wert! Sie können sich mit einem Cluster in Frankreich, in Deutschland oder mit einem Cluster in Litauen vereinen und ein großes Cluster bilden, ein noch größeres, ein europäisches Cluster in der Mikroelektronik, das die Welt erobert.”

Vassilis Nellas, Direktor von “Inaccess”: “Für mich ist der Schlüssel zum Erfolg: Erstens, innovativ sein. Zweitens, Nischenmärkte zu finden und drittens: den Sprung ins Ausland zu wagen.”