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Lufthansa-Arbeitskampf geht in die Schlichtung

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Lufthansa-Arbeitskampf geht in die Schlichtung

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Die Kunden der Lufthansa können aufatmen, es wird vorerst keinen neuen Streiks der Flugbegleiter geben. Die Airline und die Gewerkschaft UFO haben sich auf ein Schlichtungsverfahren geeinigt. Zuvor hatte der Konzern ein erstes Zugeständnis gemacht: Langfristig sollen keine Zeitarbeiter mehr beschäftigt werden und die derzeit 200 Betroffenen in Berlin sollen Jobangebote erhalten.

UFO-Chef Nicoley Baublies erklärte: “Wir haben uns auf eine Schlichtung verständigen können mit der Lufthansa. Wir haben eine Vorvereinbarung gerade eben unterschrieben, die tatsächlich die Schlichtung zwischen den offenen Vergütungstarifverträgen vorsieht. Formell ist das offiziell auch der einzige Schlichtungsrahmen.”

Baublies hatte gesagt, beide Parteien benötigten einen Paartherapeuten. Wer jetzt die Rolle des Schlichters übernehmen wird, soll bis Ende kommender Woche geklärt werden.

Klaus Walther, der Sprecher der Lufthansa, gab sich zuversichtlich: “Es waren heute mehr als 100.000 Menschen von den Streikmaßnahmen betroffen, wir konnten einen Teil abfedern durch entsprechende Vorsorgemaßnahmen und wir hoffen, dass dies nun endgültig Vergangenheit ist und dass der Flugverkehr morgen wieder halbwegs normal operieren wird.”

Bei der Lufthansa arbeiten rund 19.000 Stewardessen und Stewards. Anlässlich des Streiks war es vielen von ihnen wichtig mit alten Vorurteilen aufzuräumen, Flugbegleiter sei nur in den 1950er und 1960er Jahren ein Traumjob gewesen.