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Wachsender Unmut in Griechenland über Sparpaket

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Wachsender Unmut in Griechenland über Sparpaket

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Griechenlands Gewerkschaften haben für Samstag zu einem nationalen Protesttag gegen die Sparpolitik aufgerufen. Für den Abend ist in Thessaloniki eine Großdemonstration geplant. In Athen gingen mehrere tausend Rentner und Anhänger der Kommunistischen Partei auf die Straße.
 
“Meine Frau, mein Kind und ich geben 400 Euro im Monat für Medikamente aus. Meine Rente beträgt 720 Euro, da bleibt nicht mehr viel”, klagt der 62-jährige Dimitras Vanettas. Und ein anderer Rentner pflichtet ihm bei: “Sie zerstören uns. Sie haben eine neue Klasse von Sklaven und Knechten geschaffen!”
 
Neben EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy ist auch die Troika in Athen. Van Rompuy sprach sich für den Verbleib Griechenlands in der Eurzone aus: “Ministerpräsident Samaras hat mir bestätigt, dass sich seine Regierung und die dahinterstehenden Koalitionsparteien zur Konsolidierung und Reformpolitik verpflichtet fühlen, um die Erwartungen der Bevölkerung zu erfüllen”, sagte van Rompuy am Freitag nach seiner Unterredung in Athen.
 
“Wie ich dem Präsident gesagt habe, die Leidensfähigkeit der Bevölkerung ist erschöpft.Ihre Opfer müssen Früchte zeigen, das heißt, die wirtschaftliche Erholung muss schnell kommen”, verlangte der griechische Minsiterpräsident Samaras. 
 
Die Troika will Ende September oder Anfang Oktober ihren Bericht vorlegen. Danach soll entschieden werden ob Griechenland weitere, notwendige Hilfsgelder erhält.