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Weitere Ermittlungen nach Vierfachmord in Frankreich

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Weitere Ermittlungen nach Vierfachmord in Frankreich

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Nach dem vierfachen Mord in den französischen Alpen ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen.
Aufschlüsse erhofft sie sich vor allem von der Durchsuchung im Haus der britischen Opfer, in dem Ort Claygate bei London. Hier, in wohlbetuchter Ungebung, lebte Saad al-Hilli unauffällig mit seiner Frau und ihren zwei Kindern.

Daneben setzt die Polizei auch auf die Obduktion der Ermordeten; einige wenige Ergebnisse sind jetzt bekannt. Die vier Opfer seien mit je zwei Kopfschüssen getötet worden, sagt Éric Maillaud, Staatsanwalt im französischen Annecy.

Man versuche nun, möglichst viel über das Leben der Familie zu erfahren: auch über einen möglichen Streit zwischen al-Hilli und seinem Bruder, den dieser allerdings energisch bestreite.

Von diesem Streit sei überall die Rede, als sei er erwiesen, fügt der Staatsanwalt hinzu: Der Hauptbetroffene streite das aber ab – also müsse man damit äußerst vorsichtig sein.

Das Ehepaar war in einem Wald bei Annecy im Auto erschossen worden, ebenso eine ältere Frau, wohl eine Verwandte. Die siebenjährige Tochter überlebte schwerverletzt, die jüngere, vier Jahre alt, versteckte sich im Auto und blieb dadurch unversehrt. Der vierte Tote war ein französischer Radfahrer, der offenbar Zeuge der Tat wurde.

Bei den Ermittlungen hilft jetzt auch die Polizei in den nahegelegenen Nachbarländern Schweiz und Italien.