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Irak verurteilt flüchtigen Vizepräsidenten zum Tod


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Irak verurteilt flüchtigen Vizepräsidenten zum Tod

Iraks flüchtiger Vizepräsident Tarik Haschimi ist zum
Tod durch Erhängen verurteilt worden. Konkret werden ihm zwei Morde angelastet.

Haschimi hat sich aber schon vor Monaten in die Türkei geflüchtet: Eine Todesschwadron sollte für ihn etliche Gegner ermordet haben, darunter Richter und hohe Beamte. Seine Verhaftung stand bevor.

Für Haschimis Anhänger steht aber Regierungschef Nuri Maliki hinter den Vorwürfen, der einen politischen Gegner aus dem Weg räumen wolle. Maliki gehört zur schiitischen Mehrheit, Haschimi zur sunnitischen Minderheit.

Der Irak ist bitter gespalten zwischen diesen beiden
islamischen Glaubensrichtungen; dazu kommen auch
noch die Kurden im Land. In der Politik blockieren diese Gruppen sich oft gegenseitig.

Haschimi bestreitet die Vorwürfe. Er kann das Todesurteil noch anfechten. Sein Land lässt ihn aber
nach wie vor über Interpol weltweit als Verbrecher suchen; die Türkei liefert ihn jedoch nicht an den Irak aus.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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