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Italiens Ex-Finanzminister kritisert EZB-Anleihekäufe

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Italiens Ex-Finanzminister kritisert EZB-Anleihekäufe

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Der frühere italienische Finanzminister Giulio Tremonti steht der Entscheidung der EZB zu unbegrenzten Anleihekäufen skeptisch gegenüber. Beim Ambrosetti Forum in Cernobbio am Comer See äußerte sich Tremonti exklusiv gegenüber euronews: “Die EZB bevorzugt kurzfristige Anleihen, aber dann muss man die Langläufer beachten. Wenn die Zinsen wieder steigen wird es für die EZB sehr schlecht und die Staaten werden das Loch stopfen müssen. Allgemein gesagt, es löst nicht das Problem der toxischen Wertpapieren. Man steckt das Geld von einer Tasche in die andere, von den Märkten zu den Banken. Die EZB hat bereits größere Marktrisiken als die US-Notenbank”, sagte Tremonti.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Senator John McCain glaubt nicht, dass die Eurokrise die transatlantischen Beziehungen belastet: “Weder schaden die USA, noch nützen sie bei der Wirtschaftskrise in Europa, denn wir haben unsere eigene Krise”, sagte McCain.

Das Ambrosetti Forum ist ein alljährliches, internationales Wirtschaftsforum. “Das Forum ist außergewöhnlich, denn nicht nur treffen die Welt der Finanzen und der Politik aufeinander, hier in Cernobbio ist auch die Wirtschaft gut vertreten. Auch Forderungen, Vorschläge und Ideen hat es unter dem Motto die Zukunft heute hervorgebracht”, meint der euronews-Reporter.