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Bürgerkriegsparteien in Syrien für "Lösung durch Gewalt", fürchtet Ban Ki Moon

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Bürgerkriegsparteien in Syrien für "Lösung durch Gewalt", fürchtet Ban Ki Moon

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Luftangriffe auf Zivilisten, Gewalt zwischen Religionsgemeinschaften, humanitäre Lage miserabel – UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will, dass alle Kriegsverbrechen in Syrien strafrechtlich verfolgt werden. Allein am Sonntag haben Aktivisten 180 Opfer des Bürgerkriegs gezählt – in Aleppo seien 27 Menschen bei einer Explosion in der Nacht getötet worden.

In Syrien strebten die Bürgerkriegsparteien
“eine Lösung durch Gewalt statt durch Dialog
an” – stellte Ban beim UN-Menschenrechtsrat in Genf fest.

Er bedauere, dass der UN-Sicherheitsrat in der Syrien-Frage nach wie vor gespalten sei.
Umso wichtiger die Bemühungen von Menschenrechtsrat und Vollversammlung.

Navi Pillay, Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR):

“Ich fürchte, dass da auf Regierungsseite Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden. Genauso befürchte ich Verstöße durch Regierungsgegner, Mord, Hinrichtung und Folter eingeschlossen. Seit kurzem werden auch verstärkt selbstgebastelte Sprengsätze eingesetzt.”

Lakhdar Brahimi, der neue Syrien-Sondergesandte der UNO und der Arabischen Liga, verdiene Unterstützung, beschwor Ban in Genf die Weltöffentlichkeit.

Der algerische Diplomat selbst warnte
vor überzogenen Erwartungen an
seine Mission.

Mit AFP, Reuters, dpa