Eilmeldung

Eilmeldung

Gewaltwelle nach Todesurteil im Irak

Sie lesen gerade:

Gewaltwelle nach Todesurteil im Irak

Schriftgrösse Aa Aa

Iraks Vizepräsident Tarik al-Haschimi will nach seiner Verurteilung zum Tode durch ein irakisches Gericht vorerst in der Türkei bleiben. Dem sunnitischen Politiker wird vorgeworfen, Anschläge angeordnet zu haben.

Haschimi beteuert seine Unschuld: “Gestern haben Ministerpräsident Maliki und seine Justiz den Schlussakt einer gegen mich inszenierten Kampagne in einem korrupten Gericht aufgeführt. Ich werde dieses ungerechte und politisch movitivierte Urteil nie anerkennen und lehne es ab.”

Beobachter fürchten, dass sich durch das Urteil die Spannungen zwischen der von Schiiten geführten Regierung und Sunniten sich erneut verschärfen werden. Ein Bewohner Bagdads ist besorgt: “Ich glaube nicht, dass das Urteil gegen Tarik al- Haschimi dem irakischen Volk etwas bringt. Ich bin gegen Terrorismus und Verbrechen, aber dieses Urteil ist nicht im Interesse der Iraker.”

Am Sonntag hat eine neue Gewaltwelle das Land erschüttert. Bei Anschlägen in mehreren Städten wurden mehr als 100 Menschen getötet, hunderte weitere wurden verletzt. Fast alle Opfer waren Schiiten.