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Griechenland: Troika will Sparpaket nicht anerkennen

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Griechenland: Troika will Sparpaket nicht anerkennen

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Die internationalen Geldgeber haben Zweifel am aktuellen Sparprogramm der griechischen Regierung. Das teilte das griechische Finanzministerium nach einem Treffen der Troika-Kontrolleure mit Finanzminister Ioannis Stournaras mit. Das Sparpaket hat einen Umfang von rund 12 Milliarden Euro – die Inspektoren von EU, EZB und IWF haben nun weitere Details dazu angefordert. Besonders die Einnahmen bei der Bekämpfung der Steuerhinterziehung gelten als unsicher.

Der Chef der Sozialisten, Evangelos Venizelos, sagte: Die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen, die Troika habe nicht alle Vorschläge akzeptiert. Man habe aber bereits alternative Angebote gemacht, denn bei einigen Punkten könne man keine Abstriche machen. Beispielsweise bei der Unterstützung für die Behinderten. Auch könne man nicht generell alle Pension kürzen. Es müsse fair und gerecht zugehen.

Vom Bericht der Troika-Kontrolleure hängt ab, ob Griechenland weitere Hilfsgelder erhält. Am Samstag waren Zehntausende in Thessaloniki gegen das neue Sparpaket auf die Straße gegangen. Sie warfen der Regierung vor, den Befehlen der Troika zu gehorchen und das Land in die Katastrophe zu führen. In den kommenden Tagen werden weitere Proteste erwartet.