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Kosovo erlangt volle Unabhängigkeit

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Kosovo erlangt volle Unabhängigkeit

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Mehr als vier Jahre nach seiner Unabhängigkeitserklärung wird der Kosovo in die Souveränität entlassen. Die ehemalige serbische Provinz wird jedoch nicht ganz auf sich allein gestellt sein. Rund 6.000 Blauhelmsoldaten und mehr als 1.000 europäische Polizisten, Staatsanwälte und Richter bleiben im Land.

Kosovo-Regierungschef Hashim Thaci bezeichnete die volle Unabhängigkeit als historische Wende. Jetzt ginge es darum, den Norden des Landes mit seiner serbischen Bevölkerung in den Staat zu integrieren.

Der Norden des Landes ist immer noch ein Pulverfass, er ist eine Drehscheibe für Schleusergeschäfte und unter der Kontrolle der Serben.

Die 35.000 im Nordkosovo lebenden Serben wollen sich nicht Pristina unterstellen, sondern weiter zu Serbien gehören.

In der serbischen Hauptstadt Belgrad wurde die Neuigkeit nicht positiv aufgenommen: “Die internationale Gemeinschaft will uns den Kosovo wegnehmen, aber wir werden darum kämpfen, damit es so bleibt wie jetzt,” so eine Passantin.

Serbiens Regierung bekräftigte erneut, dass sie die Unabhängigkeit ihrer ehemaligen Provinz niemals anerkennen werde.