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Morde im französischen Bergwald: Dutzende Hypothesen, keine Spur

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Morde im französischen Bergwald: Dutzende Hypothesen, keine Spur

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Der Vierfachmord in den französischen Alpen bleibt mysteriös. Das Haus der Opfer-Familie in England wurde von Bombenexperten untersucht – ohne Ergebnis. Die Gebäude rund um das Einfamilienhaus im Ort Claygate in der Grafschaft Surrey waren zuvor vorübergehend evakuiert worden. 
 
Bei der Bluttat waren am Mittwoch ein Ehepaar, eine Großmutter und ein Radfahrer erschossen wurden. Zwei Mädchen überlebten, sieben und vier Jahre alt.
 
Am Freitag hatte sich ein Bruder des getöteten Familienvaters bei der Polizei gemeldet. Berichte über einen Erbschaftsstreit träfen nicht zu, gab er zu Protokoll. Die Familie stammt aus dem Irak und lebt über mehrere Länder und Kontinente verstreut.
 
“Wir wollen so viel wie möglich über die Familie herausfinden”, so Eric Millaud von der französischen Staatsanwalt in Annecy. Der oder die Täter hatten jedem der Opfer mindestens zwei Mal in den Kopf geschossen – das typische Vorgehen von Auftragskillern.
  
Auch am Arbeitsplatz des freiberuflichen Ingenieurs in der Luft- und Raumfahrtbranche wird nach Hinweisen gesucht. 
  
 
Sally Leivesley, Sicherheitsexpertin:
 
“Wenn es ein Fall von organisierter Kriminalität ist, dann schauen wir uns auch staatlich geförderten Terrorismus an, das gab’s ja auch schon, Verbindungen zwischen dem Iran und der organisierten Kriminalität. Kriminalistisch gesehen, könnte es auch eine Verkettung unglücklicher Zufälle sein. Es wird in sehr viele Richtungen ermittelt, es gibt vielleicht 20 oder 30 verschiedene Hypothesen.”
 
 
Und die einzige Zeugin, die etwas gesehen hat, ist sieben Jahre alt und schwer verletzt.
 
Das Mädchen war zunächst in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt worden.
 
 
 
 
Mit AP, AFP, dpa