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Euro-Krise: Portugal bekommt Atempause

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Euro-Krise: Portugal bekommt Atempause

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Portugal bekommt von den internationalen Geldgebern ein Jahr mehr Zeit, um seine maroden Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Das Ziel, das Haushaltsdefizit auf höchstens 3 Prozent der Wirtschaftsleistung zu verringern, sei auf 2014 verschoben worden, sagte Finanzminister Vitor Gaspar. Die Troika aus EU, EZB und IWF teilte zum Abschluss ihres Kontrollbesuchs mit, Portugals Sanierungsprogramm sei “im Großen und Ganzen auf gutem Wege”.

Dazu erklärte der Finanzminister, die Geldgeber hätten den Zeitrahmen des Programms nur deshalb gestreckt, weil sich Portugal während der letzten vier Kontrollen Glaubhaftigkeit und Vertrauen erarbeitet hätte.

Portugals Steuereinkommen war zuletzt wegen der Rezession zurückgegangen. Gaspar gab in dem Zusammenhang neue Sparmaßnahmen bekannt. Diese lösten in Portugal eine Welle der Empörung aus. Erst am Freitag war bekannt gegeben worden, dass im nächsten Jahr die Sozialversicherungsabgaben der Arbeitnehmer von 11 auf 18 Prozent erhöht werden.