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Neue Proteste gegen Sparpläne in Griechenland

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Neue Proteste gegen Sparpläne in Griechenland

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Wieder demonstrieren heute Hunderte Griechen in der Hauptstadt Athen gegen den Sparkurs ihrer Regierung in der Schuldenkrise. Außerdem streiken jetzt, unmittelbar nach Beginn des Schuljahrs, für einen Tag die Volksschullehrer. An den Universitäten streiken die Professoren. Sie alle befürchten größere Gehaltskürzungen.

An diesem Tag trifft sich der Finanzminister mit den Vertretern der Troika, also der Geldgeber. Fast zwölf Milliarden Euro muss Griechenland demnächst einsparen, um die vereinbarten Sparziele
einzuhalten. Nur dann fließen weitere Hilfsgelder.

“Wir geben von unseren Löhnen keinen einzigen Euro auf”, sagt eine Frau hier; sie arbeitet als Zimmermädchen im Hotel. “Wir geben auch unsere Zusatzrenten nicht auf, die wir selbst bezahlt haben. Wir wollen Arbeit in Würde, für uns und
unsere Kinder.”

Die Geldgeber sind die EU, die Europäische Zentralbank und der Weltwährungsfonds. Sie fordern
von der griechischen Regierung neue Einschnitte im Arbeitsrecht oder bei den Renten sowie weitere Entlassungen im Staatswesen. Außerdem bezweifeln
die Kontrolleure einen Teil der bisher vorgelegten Einsparpläne.