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Anti-Islam-Film: Erneut Demonstrationen in Libyen und Kairo

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Anti-Islam-Film: Erneut Demonstrationen in Libyen und Kairo

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Dutzende Demonstranten haben am Mittwoch in der libyschen Hauptstadt Tripolis die Vorfälle in Bengasi verurteilt. Sie trugen Transparente mit Slogans wie “Es gibt nur einen Gott und der Terrorist ist sein Feind” oder “Terrorismus – Ich bin Muslim und dagegen”. Ein anti-islamischer Film hatte die Proteste ausgelöst.

Eine Demonstrantin meinte: “Dieser Film, der vom Propheten Mohamed handelt – wir alle verurteilen ihn und der Täter muss bestraft werden. Aber man kann doch nicht die Mitarbeiter dort im Konsulat bestrafen, die nichts damit zu tun haben.”

Ein Trailer für den Film wurde auf Youtube veröffentlicht. Darin wird der Prophet Mohammed als Trottel und Frauenheld dargestellt. Im Islam ist die Darstellung Gottes oder des Propheten Mohammed verboten.

Derweil haben in der Nacht zu Donnerstag erneut hunderte Muslime vor der US-Botschaft in der ägyptischen Hauptstadt Kairo demonstriert. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Die Polizei wurde mit Steinen angegriffen, diese setzte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben. Am Dienstag waren einige Demonstranten auf das Botschaftsgelände vorgedrungen und hatten die amerikanische Flagge heruntergerissen.