Eilmeldung

Eilmeldung

Griechenland soll trotz Rekordarbeitslosigkeit mehr sparen

Sie lesen gerade:

Griechenland soll trotz Rekordarbeitslosigkeit mehr sparen

Schriftgrösse Aa Aa

Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici hat Griechenland zur Umsetzung des vereinbarten Sparprogramms gedrängt. Während eines Besuches in Athen erklärte Moscovici, Frankreich sei bereit, Griechenland zu helfen, allerdings nur unter der Bedingung, dass erklärten Absichten Taten folgten.

Laut der griechischen Regierung braucht das Land mehr Zeit für die vereinbarte Verringerung des öffentlichen Defizits. Einen Aufschub will die EU jedoch nur gewähren, wenn Athen bis 2014 weitere 11,5 Milliarden Euro einspart.

Derweil erklärte der für Griechenland zuständige Direktor des Internationalen Währungsfonds, das Land werde in jedem Fall ein drittes Hilfspaket benötigen, um sich finanzieren zu können. Dieses Geld müsse aus der Eurozone kommen, so Thanos Catsambas, und nicht vom IWF.

Laut jüngsten Statistiken hat die Arbeitslosigkeit in Griechenland nach zwei Jahren Sparpolitik einen neuen Rekordstand von über 23 Prozent erreicht — 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Besonders stark betroffen sind Frauen und Jugendliche. Deutlich über die Hälfte der 15- bis 24-jährigen Griechen ist ohne Arbeit.