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Staatsanwalt: Gründe für Vierfachmord liegen in Großbritannien

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Staatsanwalt: Gründe für Vierfachmord liegen in Großbritannien

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Die Gründe für den Vierfachmord in Ostfrankreich liegen in Großbritannien, wie Staatswanwalt Eric Maillaud bei seinem Besuch in Surrey erklärte. Zum zweiten Mal kamen die französischen Ermittler zum Heimatort der ermordeten Briten. Angesichts vorangegangener Probleme und der Unterschiede in französischen und britischen Ermittlungsverfahren stellte der Vizechef der örtlichen Polizei klar, dass diese Ermittlungen von den Franzosen geführt würden. Die Polizei und übrigen Behörden in Surrey würden alles tun, dabei zu helfen.

Der irakisch-stämmige Brite, seine Frau und seine Schwiegermutter sowie ein Radfahrer waren vergangene Woche bei Annecy in den französischen Alpen ermordet worden, ihre beiden Töchter überlebten.

Als mögliche Fährten werden weiterhin das berufliche Umfeld des Unternehmers, Kontakte zu seinem Geburtsland Irak und ein Erbschaftsstreit mit seinem Bruder verfolgt.

Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP, die sich auf Justizdokumente aus Schweden beruft, war das dritte Opfer, die Schwiegermutter, die in Schweden lebte, dort in der Vergangenheit mehrmals von ihrem psychisch gestörten Sohn geschlagen worden. Dieser habe seinem Vater auch mit Mord gedroht. Mehrmals sei er von den schwedischen Behörden aufgegriffen worden.

Zum ersten Mal erzählte auch der erste Zeuge am Tatort, ein britischer Ex-Pilot, von der Horrorszene wie in einem Kriminalfilm, die sich ihm geboten habe. Er habe dann, im zweiten Gedanken, einen schweren Autounfall angenommen. Das verletzte 7-jährige Mädchen sei ihm taumelnd entgegengekommen, er habe zunächst gedacht, sie spiele nur. Danach habe er aber gesehen, dass sie blutüberströmt war und immer wieder das Bewusstsein verlor. Weil sein Handy keinen Empfang gehabt habe, habe er sie schließlich schweren Herzens am Tatort liegen lassen müssen, um Hilfe zu holen.