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Sturm auf die US-Botschaft im Jemen


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Sturm auf die US-Botschaft im Jemen

Nach ersten Berichten gab es dabei mindestens einen Toten und 5 Verletzte. Die Protestierenden in Saana zündeten Fahrzeuge im Hof der Botschaft an, rissen die US-Flagge herunter und hissten eine Fahne mit einem Koranvers. Auslöser war hier wie zuvor im libyschen Bengasi ein im Internet kursierender Film, den Muslime als Verunglimpfung ihrer Religion empfinden.
Ähnliche Bilder einer aufgebrachten Menge kommen aus der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Hier konnten Sicherheitskräfte unter Einsatz von Tränengas die Protestierenden vor der Botschaft zurückdrängen.
Die Muslimbruderschaft hat für Freitag zu weiteren Protesten aufgerufen. Ägyptens Präsident Mohammed Mursi, der aus der Muslimbruderschaft kommt, hat die Angriffe auf diplomatische Vertretungen der USA verurteilt. In Washington waren Spekulationen über eine Beteiligung von Al Kaida und über einen Zusammenhang mit dem Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu hören. Anti-amerikanische Losungen skandierend zogen im Irak am Morgen Protestierende durch den Bagdader Stadtteil Sadr-City. Ähnliche Aktionen werden auch aus Tunesien und dem Iran gemeldet. In Bagdad trugen die Demonstranten auch ein Plakat mit der Aufschrift: “Das Herz des Propheten Mohammed hat sich allen Menschen geöffnet, Muslimen und Nichtmuslimen”

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