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USA verschärfen Sicherheitsvorkehrungen an allen Botschaften

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USA verschärfen Sicherheitsvorkehrungen an allen Botschaften

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Nach dem Angriff auf das amerikanische Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi haben die USA die Sicherheitsvorkehrungen an allen ihren Botschaften weltweit erhöht. Bei dem Anschlag waren der amerikanische Botschafter, Chris Stevens, und drei weitere Amerikaner getötet worden. Inzwischen wurde das gesamte Botschaftspersonal aus Bengasi abgezogen.

Ein US-Regierungsbeamter teilte derweil mit, der Angriff könnte geplant gewesen sein. Wegen der schweren Bewaffnung der Angreifer, sei das wahrscheinlicher als eine außer Kontrolle geratene spontane Demonstration. Bei der Erstürmung des Gebäudes waren Brandbomben und Panzerfäuste eingesetzt worden.

Präsident Obama sagte, die Vereinigten Staaten verurteilten diesen verabscheuenswürdigen und schockierenden Anschlag. Man arbeite eng mit der libyschen Regierung zusammen, um die Sicherheit der amerikanischen Diplomaten zu gewährleisten. Er habe seine Regierung angewiesen, die Sicherheitsvorkehrungen an allen diplomatischen Vertretungen der USA weltweit zu verschärfen. An diesem Tag trauere man erneut um Amerikaner, die für Werte der USA gestanden hätten. Man täte alles, damit der Gerechtigkeit genüge getan werde.

Nach Angaben von Augenzeugen fand der Angriff in zwei Etappen statt. Zuerst demonstrierten ein paar Menschen vor dem Konsulat. In einer zweiten Welle sollen etwa zwanzig Bewaffnete das Konsulat angegriffen haben. Anschließend fing das Gebäude an zu brennen.