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Mohammed-Schmähfilm schürt Hass gegen die USA

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Mohammed-Schmähfilm schürt Hass gegen die USA

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Der in den USA produzierte ketzerische Mohammed-Film sorgt weiterhin für wütende Proteste in arabischen Ländern. In Ägypten hinderten Sicherheitskräfte hunderte Demonstranten daran, bis zur US-Botschaft vorzudringen.

Es gab erneut Dutzende Verletzte. Präsident Mohammed Mursi verurteilte die Gewalt und rief die Menschen dazu auf, friedlich zu demonstrieren. Ein Mann aus Kairo bedauerte die Eskalation: “Der Film rechtfertigt nicht, was passiert ist. Es gibt andere Wege, um zu protestieren. Wir hätten nicht die Polizeifahrzeuge anzünden dürfen. Wir sollten kein Eigentum zerstören.”

Auch im Jemen verteidigte die Polizei das US-Konsulat. Sie setzte gegen die aufgebrachten Demonstranten Tränengas und Wasserwerfer ein. Zuvor hatte der Imam beim Freitagsgebet die Angriffe auf die US-Botschaft verurteilt. Am Donnerstag waren bei Zusammenstößen vier Menschen getötet worden.
Ein junger Mann sagte: “Wir sind hier, um unseren Propheten zu verteidigen und vor allem, um gegen die USA zu protestieren, die nichts getan haben, um den Macher dieses islamfeindlichen Films zu bestrafen.”

In der Stadt Bassora, im Süden Iraks, sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie riefen, es gebe keine Freiheit mehr, wenn man eine Milliarde Muslime beleidige.