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USA: Notenbank will mit neuen Maßnahmen Wirtschaft ankurbeln

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USA: Notenbank will mit neuen Maßnahmen Wirtschaft ankurbeln

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Die amerikanische Notenbank hat neue Schritte angekündigt, um die Wirtschaft der USA anzukurbeln. Die Aktienmärkte reagierten: Der New Yorker Aktienindex Dow Jones schloss den Tag mit einem Zuwachs von gut anderthalb Prozent ab. Damit ist er auf dem höchsten Stand seit fast fünf Jahren.

Seit Mitte der Neunziger hätten die USA stabile Preise, begründet Federal-Reserve-Chef Ben
Bernanke die neuen Maßnahmen. Große Sorgen mache dagegen die Beschäftigungslage. Die Wirtschaft scheine sich einigermaßen zu erholen, aber trotzdem reiche das Wachstum nicht, um die Arbeitslosigkeit entscheidend zu senken.

Unter anderem will die Notenbank Milliardensummen
in Hypothekenpapiere investieren und damit mehr Geld in Umlauf bringen – und zwar so lange, bis sich endlich der Arbeitsmarkt erholt hat.

Die Arbeitslosigkeit liegt konstant bei über acht Prozent, für die USA ein sehr hoher Wert: Und die Notenbank rechnet dieses Jahr auch nicht mehr mit einer Besserung.

Außerdem fällt das Wirtschaftswachstum demnach
schwächer aus als vorhergesagt, nur noch bis zu zwei Prozent. Erst in den nächsten beiden Jahren soll die amerikanische Wirtschaft der Fed zufolge stärker zulegen als bisher gedacht.

Die neuen Maßnahmen kommen nicht einmal zwei Monate vor der Präsidentenwahl: Damit gerät die Notenbank prompt in die Kritik. Für die Republikaner um Herausforderer Mitt Romney ist klar, dass sie damit Amtsinhaber Barack Obama hilft.