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Weltsicherheitsrat verurteilt Angriffe auf Botschaften

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Weltsicherheitsrat verurteilt Angriffe auf Botschaften

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Der Weltsicherheitsrat hat die Angriffe auf mehrere westliche Botschaften in der arabischen Welt scharf verurteilt. In einer Erklärung des Ratspräsidenten werden gleichzeitig die Regierungen der betroffenen Staaten aufgerufen, ihren internationalen Verpflichtungen zum Schutz der Missionen nachzukommen.

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo hielten die Krawalle, die durch ein in den USA produziertes Schmähvideo gegen den Propheten Mohammed ausgelöst wurden bis weit in die Nacht zum Samstag an. Nach den traditionellen Freitagsgebeten war es in vielen islamischen Ländern, von Bangladesch bis Tunesien, zu gewaltsamen Protesten gekommen. Dabei kamen erneut mehrere Menschen ums Leben. Drei Personen wurden in Tunis getötet, als eine aufgebrachte Menge die US-Botschaft stürmte.

Im Jemen trafen nach der Erstürmung der US-Botschaft 50 US-Marineinfanteristen ein. Jemenitische Polizei lieferte sich den zweiten Tag in Folge vor der US-Botschaft in der Hauptstadt Sanaa Straßenschlachten mit Jugendlichen. Über Bengasi beschossen Islamisten US-Drohnen.

Im Sudan erstürmten wütende Demonstranten die deutsche Botschaft, zerschlugen Fenster, Mobiliar sowie Kameras und legten Feuer. Sie hissten ein schwarzes Banner mit der weißen Aufschrift “Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet”. Die Polizei griff nicht ein. Inzwischen richtet sich der Zorn der Menschen auch gegen US-Unternehmen, wie Schnellrestaurants.