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Japaner in China sehen sich bedroht

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Japaner in China sehen sich bedroht

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Der Streit um die Inseln im Ostchinesischen Meer hat in China eine Welle der Empörung ausgelöst. Am zweiten Tag in Folge protestierten Tausende vor der japanischen Botschaft in Peking. In Sprechchören forderten sie Tokio auf, die Ansprüche auf die Inseln fallen zu lassen. In fünf chinesischen Städten wurden japanische Restaurants und Autos beschädigt. Demonstranten riefen zum Boykott von japanischen Waren auf.

Japans Ministerpräsident Yoshiko Noda zeigte sich alarmiert. Er forderte die Regierung in Peking auf, japanische Zivilisten, Einrichtungen und Firmen besser zu schützen.

Die Proteste in China erfolgten, nachdem Japan ankündigte, die umstrittenen Inseln zu kaufen. Für China ist das eine Verletzung seiner Hoheitsrechte, da es auch Ansprüche erhebt. Es entsandte mehrere Patrouillenschiffe in das umstrittene Gewässer.

Zu den schwersten Protesten kam es aber an diesem Sonntag in Shenzhen, wo die Polizei Tränengas und Wasserwerfer einsetzte, um einige Tausend Demonstranten auseinanderzutreiben.