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Japanische Konzerne schließen nach Protesten Fabriken in China

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Japanische Konzerne schließen nach Protesten Fabriken in China

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Angesichts der antijapanischen Massenproteste in China haben einige der größten Konzerne Japans Produktionsanlagen in der Volksrepublik vorübergehend geschlossen. Am Wochenende waren bei Demonstrationen in mehreren chinesischen Städten japanische Geschäfte beschädigt worden. Hintergrund der Proteste ist der chinesisch-japanische Territorialstreit um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer.

Nachdem Großkonzerne wie Panasonic und Canon Werksschließungen bekannt gegeben hatten, warnten chinesische Staatsmedien vor einem Handelskrieg.

Derweil rief Leon Panetta, der Verteidigungsminister der USA, während eines Besuchs in Japan beide Seiten zu Zurückhaltung und Ruhe auf. Die USA seien besorgt über den Konflikt, so Panetta, würden selbst aber keine Position beziehen.

Panetta bezeichnete die umstrittene Inselgruppe mit dem in Japan verwendeten Namen Senkaku. In China wird das vermutlich rohstoffreiche Territorium Diaoyu genannt.

Der Streit verschärfte sich in der vergangenen Woche, als China sechs Aufklärungsschiffe zu den Inseln entsandte. Zuvor hatte die japanische Regierung den Kauf von drei der fünf Inseln angekündigt.