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Konjunktur würgt Fiat-Motor ab

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Konjunktur würgt Fiat-Motor ab

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Hochfliegende Ausbaupläne hatte der italienische Autobauer Fiat – nun macht die Autokrise den Investitionsplanungen einen dicken Strich durch die Rechnung. Offiziell hieß es aus Konzernkreisen, man wolle seine Produktionspläne „revidieren“. Laut Fiat-Chef Marchionne sind die Verkäufe innerhalb eines Jahres um 20 Prozent eingebrochen, der Automarkt in Italien sei auf das Niveau des Jahres 1979 zurückgefallen. Das sorgt in Italien für Aufregung. Die Regierung in Rom fürchtet die Schließung eines Werks.

“Bei einem so großen Unternehmen wie Fiat ist das Interesse der Regierung natürlich sehr groß. Wir wollen genauer wissen, was Fiat vorhat und was Herr Marchionne für die Werke in Italien plant”, sagt Arbeitsministerin Elsa Fornero.

Fiat baut in fünf Werken in Italien seine Fahrzeuge. Vier davon liegen im Süden. Die Produktion sollte auf 1,4 Mio. Stück gesteigert werden, zehn neue Modelle und sechs „umgestylte“ Versionen sollten neuen Schwung verleihen. Nun werden 2012 nur noch rund die Hälfte der geplanten Autos gebaut.

Derzeit hält einzig der “Cinquecento” den stotternden Fiat-Motor eingermaßen am Laufen. Der Konzern tritt auf die Bremse, will Ende Oktober einen neuen „Industrieplan für den italienischen Markt“ vorstellen. Zuvor soll es zu einem Treffen der Regierung mit Fiat-Boss Marchionne kommen. So viel ist jetzt schon klar, es wird gekleckert, statt geklotzt. Und möglicherweise wird einem Werk in Italien der Motor ganz abgestellt.