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Proteste wütender Muslime weiten sich aus

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Proteste wütender Muslime weiten sich aus

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Das Mohammed-Schmähvideo sorgt in weiten Teilen der muslimischen Welt für anhaltende Proteste. Im indonesischen Jakarta versammelten sich wütende Demonstranten vor der US-Botschaft, warfen Molotov-Cocktails und steckten Reifen in Brand. Ein Demonstrant verbrannte ein Bild des US-Präsidenten Barack Obama.

Am zweiten Tag in Folge lieferten sich im südpakistanischen Karatschi Hunderte Aktivisten Straßenschlachten mit der Polizei. Diese setzte Tränengas ein und schoss in die Luft. Ein Mensch wurde getötet, ein Dutzend weitere wurden verletzt. Die Polizei nahm etwa 40 Demonstranten fest.

Auch in Afghanistan kam es nach mehreren friedlichen Protesten erstmals zu Ausschreitungen. In der Hauptstadt Kabul versammelten sich 300 Menschen. Einige zündeten Müllcontainer und Geschäfte an, ein Polizeiauto ging in Flammen auf. Nach Angaben der Polizei wurde aus der Menge auf sie geschossen.

In den Palästinsergebieten organisierte das Ministerium für religiöse Angelegenheiten eine Demonstration gegen das Mohammed-Schähvideo. Der schlecht und billig produzierte Film macht den Islam lächerlich. In einigen Ländern wurde der Zugriff auf das Video im Internet gekappt, damit die Proteste nicht weiter eskalieren.