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Hassprediger mobilisieren ihre Anhänger

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Hassprediger mobilisieren ihre Anhänger

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Das islamfeindliche Video hat in der arabischen Welt eine Welle der Empörung ausgelöst. In einer Moschee in Tunis konnte ein Salafist den Sicherheitskräften entkommen. Er wird im Zusammenhang mit den gewaltsamen Zusammenstößen vor der US-Botschaft am vergangenen Freitag gesucht.

Auch im Libanon haben am Montag wieder Zehntausende Menschen gegen den Anti-Islam-Film protestiert. “Tod für Amerika, Tod für Israel”, skandierte die Menge in Beirut. Aufgerufen zu dieser neuen Demonstration hatte der Führer der islamistischen Hisbollah, Hassan Nasrallah.

Am zweiten Tag in Folge lieferten sich in Lahore in Ostpakistan Hunderte Aktivisten Straßenschlachten mit der Polizei. Diese setzte Tränengas ein und schoss in die Luft. Die Demonstranten versuchten, das US-Konsulat zu stürmen und verbrannten US-Fahnen.

Angesichts der anhaltenden Proteste prüft Deutschland derzeit, ob die öffentliche Vorführung des umstrittenen Videos unter Strafe gestellt werden soll. Eine rechtsradikale Partei hatte geplant, den Film öffentlich zu zeigen und einen amerikanischen Hassprediger dazu einzuladen. Gegen Terry Jones wurde nun ein Einreiseverbot erteilt.