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Marikana-Minenstreik: Einigung zeichnet sich ab

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Marikana-Minenstreik: Einigung zeichnet sich ab

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Beim Steik in der südafrikanischen Platingrube zeichnet sich ein Durchbruch bei den Verhandlungen ab. Demnach haben die Kumpel eine Lohnerhöhung um rund ein Fünftel akzeptiert – so der Vorschlag des Minenbetreibers Lonmin. Nach dem sechswöchigen Streik sollen die Menschen am Donnerstag die Arbeit wieder aufnehmen.

In den letzten Wochen hatten sich Tausende Minenarbeiter auf einem Hügel bei Rustenburg verschanzt. Sie wollten so eine Verdreifachung ihrer Löhne durchsetzen. Nach Angaben einer Gewerkschaft lagen die vor der Einigung bei umgerechnet 400 Euro.

Der Konflikt eskalierte zum einen wegen Zusammenstößen zwischen Streikenden und der Polizei, zum anderen wegen eines Streits zwischen einer landesweiten Bergarbeitergewerkschaft und einer kleineren Organisation.

45 Menschen kamen bei Auseinandersetzungen mit der Polizei ums Leben. Allein 34 von ihnen wurden am 16. August von Ordnungskräften getötet. Für Empörung sorgte der Versuch der Staatsanwaltschaft, 270 Kumpel für die Toten verantwortlich zu machen. Ein Vorhaben, das nach Protesten fallen gelassen wurde.

Minenbetreiber Lonmin ist der drittgrößte Platinproduzent der Welt.